Unsere Schottland-Reise war zweigeteilt:
Zuerst haben wir den West Highland Way gewandert (Schottlands bekanntesten Fernwanderweg). Wir haben uns für eine entspanntere Route entschieden und sind den West Highland Way in 8 Tagen gelaufen. Anschließend haben wir noch zwei volle Tage in Edinburgh verbracht. Eine perfekte Kombination aus Natur, Bewegung und Kultur.

Part 1: West Highland Way

Tag 1: Ankunft in Edinburgh & Transfer nach Milngavie

Am Abend landeten wir in Edinburgh und sind direkt mit dem Taxi nach Milngavie gefahren, dem offiziellen Startpunkt des West Highland Way. Viel mehr als Ankommen, kurz durchatmen und Schlafen war an diesem Tag nicht mehr drin – denn am nächsten Morgen sollte das Abenteuer beginnen.

Tag 2: Milngavie – Drymen (21 km)

Unsere erste Etappe führte uns durch sanfte Landschaften, vorbei an grünen Wiesen und Feldern – ein sehr entspannter Einstieg.
Ein besonderes Highlight war der Stopp bei der Glengoyne Distillery, wo wir ein Whisky-Tasting gemacht haben. Sehr gemütlich und absolut empfehlenswert!

Übernachtet haben wir im Drymen Inn, einem klassischen Pub mit uriger Atmosphäre.

Tag 3: Drymen – Rowardennan (22 km)

Diese Etappe bot traumhafte Ausblicke auf Seen und grüne Hügel. Wir sind stellenweise etwas querfeldein gelaufen und konnten unterwegs sogar die Füße in einem See abkühlen.


Unsere Unterkunft war das Rowardennan Hotel, wunderschön gelegen und perfekt nach einem langen Wandertag.

Tag 4: Rowardennan – Inverarnan (25,5 km)

Definitiv der anspruchsvollste Tag der Wanderung. Viele steile Passagen, unzählige Baumwurzeln und ständiges Auf und Ab entlang des Loch Lomond.
Gegen Ende wurde die Landschaft weiter und offener, mit tollen Moor- und Farnlandschaften.


Wir waren abends komplett erschöpft, aber unsere Unterkunft war etwas ganz Besonderes: das Drovers Inn – historisch, urig und mit leicht gruseliger Atmosphäre inklusive Spukgeschichten.

Tag 5: Inverarnan – Tyndrum (21 km)

Auch dieser Tag hatte einige Höhenmeter, dafür aber viel typische Highland-Atmosphäre: Schafe, West-Highland-Rinder und weite Landschaften.


Übernachtet haben wir im Tyndrum Inn, eine gute und solide Unterkunft.

Tag 6: Tyndrum – Inveroran Hotel (15 km)

Eine kürzere und insgesamt entspanntere Etappe, auch wenn das Wetter nicht optimal war. Dafür kamen die Highlands langsam richtig zur Geltung.


Wir waren früh in der Unterkunft, dem Inveroran Hotel. Das Essen war hervorragend – wir probierten klassischen Haggis (einmal original, einmal vegetarisch).
Leider war die Sauberkeit im Zimmer nicht optimal, eventuell hatten wir einfach Pech.
Dafür: morgens Hirsche direkt vor dem Fenster – Natur pur.

Tag 7: Inveroran Hotel – Kingshouse Hotel (16 km)

Ein entspannter Wandertag bei besserem Wetter. Besonders schön: wilde Blaubeeren entlang des Weges – wir haben hier ordentlich zugelangt und aufgrund der kürzeren Strecke auch hier und da öfter mal eine Pause eingelegt.
Unsere Unterkunft, das Kingshouse Hotel, war zwar teuer, aber total schön und die luxuriöseste Unterkunft, die wir auf dem Highway hatten. Wir hatten ein tolles Zimmer inklusive Badewanne und haben abends mit Blick auf die Highlands zu Abend gegessen.

Tag 8: Kingshouse Hotel – Kinlochleven (17km)

Diese Etappe führte uns über die berühmte Devil’s Staircase. Oben angekommen wurden wir mit einer grandiosen Aussicht belohnt – perfekter Ort für ein Picknick.
Der Abstieg ging durch wunderschöne Berglandschaften mit grünen Wiesen und klaren Flüssen, in denen wir erneut unsere Füße gekühlt haben.
Unsere Unterkunft, das Bank House Guest House, war ein echtes Highlight: super sauber, liebevoll eingerichtet und unglaublich herzliche Gastgeber. Große Empfehlung!

Tag 9: Kinlochleven – Fort William (26km)

Die letzte und längste Etappe – nochmal alles geben.
Traumhafte Wege durch die Highlands bei bestem Wetter machten den Abschluss perfekt.
Als wir schließlich den Zielstein in Fort William erreichten, waren wir fix und fertig, aber überglücklich. Erstmal ein Bier, gutes Essen und Stolz pur.
Übernachtet haben wir im Buccleuch Guest House, ebenfalls sehr schön.

Part 2: Edinburgh (Tag 10-12)

Am Morgen fuhren wir mit dem Zug von Fort William nach Edinburgh.
Nachmittags erkundeten wir die Innenstadt, besichtigten die St. Giles’ Cathedral (ein bisschen Harry-Potter-Vibes), schauten kurz ins National Museum of Scotland (kostenloser Eintritt!) und machten am Abend eine Free Walking Tour mit Fokus auf Geistergeschichten – absolute Empfehlung.
Danach schlenderten wir über die Royal Mile, bunt, lebendig und voller kleiner Läden.

Am nächsten Tag sind wir zum Edinburgh Castle spaziert, bekamen aber leider keine Tickets mehr – also: unbedingt früh buchen!
Stattdessen gingen wir durch die Princes Street Gardens, weiter ins wunderschöne Dean Village und anschließend auf den Calton Hill mit toller Aussicht und historischen Bauwerken.
Am Nachmittag besuchten wir den Palace of Holyroodhouse, die schottische Residenz der Royal Family.
Den Abend ließen wir entspannt mit Essen und Bummeln ausklingen.

Am letzten Morgen gingen wir nur noch gemütlich frühstücken, bevor es zurück zum Flughafen und nach Hause ging – mit müden Beinen, aber ganz vielen Erinnerungen.


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